Jubiläumsausstellung 100 Jahre Werner Schwarz

Mitten im Sommer 1918 wurde Werner Schwarz auf dem Bauernhof seiner Eltern in Schliern geboren. Sein Leben lang hat er unweit dieses Hofes in Verbundenheit zur Bauernfamilie ein unabhängiges Künstlerleben geführt. 100 Jahre später, anfangs Sommer 2018, widmet sich eine Retrospektive diesem spannenden Kunstschaffenden. Die eindrückliche Person Werner Schwarz und sein einzigartiges Werk sollen der Öffentlichkeit für zwei Monate zugänglich gemacht werden. Die farbige und breite Gestaltungspalette des Künstlers umfasst Malerei, Zeichnung, Geometrie, Fotografie und Glaskunst. Die von der Stiftung Werner Schwarz organisierte und kuratierte Ausstellung zeigt eine runde Auswahl der Werke, von denen einige zum Verkauf angeboten werden.  

Als Ergänzung und Vertiefung zum Schaffen des Jubilars werden Arbeiten von jungen Kunstschaffenden der Region gezeigt: Christian Knorr, Kameramann und Filmschaffender, hat Interviews gemacht mit Personen aus Werner Schwarz´ Freundes- und Bekanntenkreis. Unter anderem berichten der Schriftsteller Lukas Hartmann, der Musiker Ueli Balsiger (Balts Nill), Alt-Nationalrat Helmut Hubacher und die Schauspielerin Heidi Maria Glössner über ihre persönlichen Erinnerungen an Werner Schwarz. Ramon Bischoff erarbeitet im Auftrag der Stiftung Werner Schwarz eine audiovisuelle Installation, die sich mit den Glasbildern von Werner Schwarz auseinandersetzt.
Weiter ist ein Film in Arbeit - mehr Informationen hierzu:

Die Ausstellung wird am 26. Mai 2018 mit einem Fest eröffnet – der Wernissage – und schliesst am 100. Geburtstag des Künstlers, am 18. Juli 2018.

Werk von Werner Schwarz im Grand Palais Bern

Im Rahmen der Ausstellung BROMANCE AND SISTERHOOD wurde als integrativer Teil der Installation von Reto Müller ein Glasbild von Werner Schwarz ausgestellt.

Grand Palais, Thunstrasse 3 (Helvetiaplatz), Bern, Ausstellung bis September 2016

Die Glasbilder von Werner Schwarz

An der Kulturnacht Köniz vom 25. Oktober 2014 auf dem Schloss Köniz wurden vier restaurierte Glasbilder ausgestellt.

Um 1970 begann Werner Schwarz, mit farbigem Glas zu arbeiten, da er den Eindruck hatte, er komme mit der traditionellen Malerei nicht mehr weiter. Hatte er zunächst noch farbige Folien übereinander gelegt, welche die Ordnung des Farbenspektrums zeigten, wandte er sich schliesslich dem Glas zu, das die reine Farbe im Sinne von Licht darstellt. Farbe als Materie, als Pigment, interessierte ihn in diesem Zusammenhang nur noch am Rande. Er wollte das Licht als Farbe wiedergeben und orientierte sich dazu an der Farbenlehre von Johann Wolfgang von Goethe.

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Die Herstellung der Glasbilder
Werner Schwarz hatte für seine Glasbilder eine eigene Technik entwickelt. Auf eine Glasplatte legte er ein Plastiktuch, auf dem er mit Holzstäbchen den Rahmen des Bildformats absteckte. Dann schnitt er die Gläser zu, mit denen er die grossen Linien der Komposition definierte. In diese grossen Formen gab er verschieden grosse Glasfragmente, durch die mehr Räumlichkeit erzielt werden konnte. Da die Glasplatte auf zwei Holzblöcken platziert war, legte er sich immer wieder darunter, um die Wirkung der Komposition zu prüfen. War er mit dem Ergebnis zufrieden, übergoss er das ganze Werk mit starkem Leim und liess es anschliessend einige Stunden trocknen. War der Leim gehärtet, stellte er es auf und zog das Plastiktuch weg. Für Werner Schwarz war die glatte Seite das „richtige“ Bild, während die unebene Seite die Rückseite war, die den Farben die richtige Leuchtkraft verlieh.

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Die Glasbilder der Stiftung Werner Schwarz
Die Stiftung Werner Schwarz besitzt rund 100 Glasbilder des Künstlers. Da der von Schwarz verwendete Leim nicht alterungsbeständig ist und langsam wegzubröckeln begann, entschied der Stiftungsrat Anfang 2014, sich um die Restaurierung der Glasbilder zu kümmern. Auf der Suche nach einem Fachmann stiess die Stiftung auf den in Albligen tätigen Glaskünstler Hannes Bürgler. Der erfahrene Glaskünstler beschäftigt sich seit vielen Jahren mit neuen Möglichkeiten, Glaskunst im Alltag anzuwenden. Dabei experimentierte er mit verschiedenen Trägern und Fixierstoffen und sammelte erste Erfahrungen mit Silikon. Im Auftrag der Stiftung Werner Schwarz reinigte, restaurierte und festigte Hannes Bürgler die vier Glasbilder und montierte sie anschliessend auf Stelen aus Sicherheitsglas. Diese Präsentation erlaubt es, die Bilder von beiden Seiten zu betrachten und die Leuchtkraft dieser einizigartigen Malerei zu bewundern.

Die an der Kulturnacht Köniz ausgestellten Werke und weitere, noch nicht restaurierte Glasbilder, stehen zum Verkauf. Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte an die Präsidentin der Stiftung Werner Schwarz Annemarie Berlinger-Staub.

«Ds Liecht steit gäge d
Fiischteri, aber ds Liecht isch das wo Aus i Bewegig setzt.»

Werner Schwarz

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